36 Begriffe
Glossar
Die Wörter, die bei uns fallen.
Fachbegriffe, wie die Praxis sie verwendet: ein Satz für den schnellen Blick, ein paar Absätze für die Ruhe danach. Jeder Begriff verweist auf die Seite, auf der er vorkommt.
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- Anamnese
Das Gespräch am Anfang: Ihre Geschichte, Ihre Beschwerden, Ihr Alltag, in Ruhe und mit Zeit.
Die Anamnese ist das Gespräch, mit dem jede Behandlung bei uns beginnt. Sie erzählen, wir fragen nach. Wann hat es angefangen, was hat sich seither verändert, was haben Sie schon versucht. Auch Schlaf, Verdauung, Arbeit und Belastungen gehören dazu, weil sie oft mehr erklären als der Befund allein.
Beim ersten Termin nehmen wir uns dafür 1 – 2 Stunden. Zuerst das Gespräch, dann die Untersuchung, dann die Behandlung. Bringen Sie Befunde, Medikamentenlisten und Arztbriefe mit, dann müssen wir weniger raten.
- Assistenz
Angehende Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker, die in der Praxis mitarbeiten und lernen; in der Regel mehrere pro Jahr.
Seit 2011 ist die Praxis Ausbildungspraxis. Angehende Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker begleiten Behandlungen, führen unter Anleitung Untersuchungen durch und lernen das Handwerk am Menschen, nicht am Buch.
Wenn eine Assistentin im Raum ist, fragen wir Sie vorher. Wer das nicht möchte, sagt es; das ist keine unangenehme Frage, sondern eine berechtigte.
- Ausleitung
Verfahren, die die Ausscheidungswege des Körpers anregen sollen: Niere, Darm, Haut, Lymphe.
Ausleitung ist ein alter Begriff der Naturheilkunde. Gemeint sind Verfahren, die die natürlichen Ausscheidungswege anregen sollen, etwa über Niere, Darm, Haut oder Lymphe. Dazu gehören Pflanzenmittel, Eigenblut, Schröpfen oder Ernährungsänderungen.
Ausleitung setzt Kraft voraus. Wer erschöpft ist, wird bei uns erst gestärkt. Die Wirksamkeit ausleitender Verfahren ist wissenschaftlich nicht belegt; wir beschreiben unsere Erfahrung, kein Versprechen.
- Befund
Was wir beim Hinsehen, Abtasten und Messen festhalten, im Unterschied zu dem, was Sie uns erzählen.
Der Befund ist das Ergebnis der Untersuchung: Iris, Zunge, Haut, Puls, Druckpunkte, Messwerte aus Global Diagnostics oder aus dem Labor. Er ergänzt die Anamnese, ersetzt sie aber nicht.
Aus Anamnese und Befund entsteht das Konzept. Ein Befund allein sagt noch nicht, was zu tun ist; er zeigt, wo wir genauer hinsehen sollten.
- Beihilfe
Die Kostenbeteiligung des Dienstherrn für Beamte; Heilpraktikerleistungen werden je nach Bundesland und Regelung teilweise nach GebüH erstattet.
Beihilfe ist die Kostenbeteiligung des Dienstherrn an Krankheitskosten von Beamten und ihren Angehörigen. Leistungen von Heilpraktikern sind in vielen Beihilfeverordnungen beihilfefähig, in der Regel bis zu Höchstsätzen, die sich an der GebüH orientieren.
Welche Verfahren und Sätze Ihre Beihilfestelle anerkennt, hängt vom Bundesland und vom Dienstherrn ab. Fragen Sie vor dem ersten Termin dort nach; unsere Rechnung weist die GebüH-Ziffern aus.
- Cluster Medizin
Ein Verfahren, das aus einer getrockneten Körperflüssigkeit, meist Urin, Kristallmuster gewinnt und daraus ein Präparat herstellt.
Die Cluster Medizin arbeitet mit einem Tropfen Körperflüssigkeit, in der Regel Urin oder Speichel. Er wird getrocknet, die entstehenden Kristallmuster werden ausgewertet und daraus ein Präparat für Sie hergestellt.
Das Verfahren zählt zur Erfahrungsheilkunde; es ist wissenschaftlich nicht belegt. Wir setzen es begleitend ein, nicht als alleiniges Verfahren.
- Diathese
Eine Neigung zu bestimmten Reaktionen, etwa zu Entzündungen oder Allergien, die über die Konstitution hinausgeht.
Diathese heißt wörtlich Neigung. Der Begriff beschreibt, wozu ein Organismus tendiert: zu Entzündungen, zu Ablagerungen, zu allergischen Reaktionen. In der Iridologie werden Diathesen an Farbe und Zeichnung der Iris festgemacht.
Die Diathese ist kein Befund im ärztlichen Sinn, sondern ein Ordnungsbegriff der Erfahrungsheilkunde. Er hilft uns bei der Auswahl der Verfahren und ist wissenschaftlich nicht belegt.
- Eigenblut (kleine / große)
Bei der kleinen Eigenbluttherapie wird wenig Venenblut entnommen und in den Muskel zurückgespritzt; die große arbeitet mit größeren Mengen und Aufbereitung.
Bei der kleinen Eigenbluttherapie entnehmen wir wenige Milliliter Blut aus der Vene und spritzen sie, unverändert oder mit einem Zusatz, in den Gesäßmuskel zurück. Das dauert wenige Minuten und wird als Serie über mehrere Wochen angesetzt.
Die große Eigenbluttherapie arbeitet mit größeren Mengen, die außerhalb des Körpers aufbereitet werden, etwa mit Ozon, und über die Vene zurückgegeben werden.
Beide Verfahren zählen zu den Reiztherapien. Ihre Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht belegt.
- Erfahrungsheilkunde
Verfahren, die auf Beobachtung und Überlieferung beruhen und nicht oder noch nicht in Studien belegt sind.
Erfahrungsheilkunde ist der Sammelbegriff für Verfahren, deren Grundlage die Beobachtung am Menschen über lange Zeit ist, nicht die kontrollierte Studie. Ein großer Teil der Naturheilkunde gehört dazu.
Das ist kein Freibrief. Wir sagen, was Erfahrung ist und was Nachweis, und wir sagen es auch, wenn ein Verfahren für Sie nicht das richtige ist. Passt unser Angebot nicht zu Ihnen, sagen wir es offen. Auch das gehört zur Beratung.
- GebüH
Das Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker, nach dessen Ziffern wir abrechnen; den Betrag nennen wir vorab am Telefon.
Das Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH) ist ein Verzeichnis aus dem Jahr 1985, das Leistungen mit Ziffern und Gebührenspannen beschreibt. Es ist keine amtliche Gebührenordnung, aber die übliche Grundlage für Rechnungen von Heilpraktikern und für die Erstattung durch private Versicherungen und Beihilfe.
Wir rechnen nach GebüH ab. Was ein Termin kostet, sagen wir Ihnen vor dem Termin am Telefon. Ob und wie viel eine Versicherung erstattet, hängt vom Tarif ab; fragen Sie dort vorher nach.
- Global Diagnostics
Ein Messgerät der Vitalfeldtherapie, das in etwa zehn Minuten den Körper nach Regionen und Systemen auswertet.
Global Diagnostics ist das Messsystem, das zur Vitalfeldtherapie gehört. Die Messung dauert etwa zehn Minuten; Elektroden an Hand und Fuß erfassen die Reaktion auf schwache Signale. Das Ergebnis ist eine Übersicht nach Regionen und Organsystemen.
Wir nutzen die Messung als Ergänzung zu Anamnese und Befund und als Verlaufskontrolle. Sie ist keine medizinische Diagnose und ersetzt keine ärztliche Untersuchung; die Aussagekraft ist wissenschaftlich nicht belegt.
- Hautzonen
Hautbereiche, die über das Nervensystem mit inneren Organen verbunden sind; mit Bezug auf die Neurologie des späten 19. Jahrhunderts.
Schon im späten 19. Jahrhundert wurden Hautzonen beschrieben, die über gemeinsame Rückenmarkssegmente mit inneren Organen verbunden sind. Beschwerden eines Organs können in seiner Zone als Empfindlichkeit, Spannung oder veränderte Haut sichtbar werden.
Wir nutzen die Zonen beim Abtasten als Hinweis und in der Behandlung, etwa beim Schröpfen. Sie sind ein anerkanntes neurologisches Konzept; welche Rückschlüsse daraus zulässig sind, bleibt Erfahrungssache.
- Heilpraktikergesetz
Das Gesetz von 1939, das die Ausübung der Heilkunde ohne ärztliche Approbation regelt; die Erlaubnis erteilt das Gesundheitsamt nach Überprüfung.
Das Heilpraktikergesetz stammt aus dem Jahr 1939 und gilt in geänderter Form bis heute. Wer Heilkunde ausübt, ohne Arzt zu sein, braucht eine Erlaubnis. Das Gesundheitsamt erteilt sie nach einer amtsärztlichen Überprüfung, in der Kenntnisse und Grenzen abgefragt werden.
Diese Überprüfung legt jede Heilpraktikerin beim zuständigen Gesundheitsamt ab. Heilpraktiker dürfen bestimmte Dinge nicht: meldepflichtige Infektionskrankheiten behandeln, verschreibungspflichtige Medikamente verordnen, Geburtshilfe leisten, Zahnheilkunde ausüben.
- Homöopathie / Potenz
Arzneien in stufenweiser Verdünnung; die Potenz (D6, C30 …) gibt an, wie oft verdünnt und verschüttelt wurde.
Die Homöopathie ist ein eigenes Behandlungssystem mit langer Tradition. Eine Ausgangssubstanz wird stufenweise verdünnt und verschüttelt. Die Potenz nennt das Verhältnis und die Zahl der Schritte: D6 heißt sechsmal 1: 10, C30 dreißigmal 1: 100.
Wir wählen Mittel und Potenz nach dem Gesamtbild aus Anamnese und Befund. Die Wirksamkeit der Homöopathie ist wissenschaftlich nicht belegt; das sagen wir so, und wir setzen sie trotzdem dort ein, wo unsere Erfahrung dafür spricht.
- Iris / Iridologie
Die Betrachtung der Regenbogenhaut unter dem Mikroskop; Zeichen, Farben und Strukturen werden als Hinweise auf Konstitution und Belastungen gelesen.
Die Iridologie, auch Irisdiagnose, betrachtet die Regenbogenhaut des Auges mit dem Mikroskop. Farbe, Faserdichte, Pigmente und Zeichen werden nach einer Topografie bestimmten Organen und Anlagen zugeordnet.
Wir nutzen die Iris als Einstieg: Sie zeigt die Konstitution, also die Grundausstattung, mit der jemand geboren ist. Was wir sehen, gleichen wir mit der Anamnese ab. Die Irisdiagnose ist wissenschaftlich nicht belegt; sie ersetzt keine ärztliche Untersuchung.
- Kolloide
Feinst verteilte Stoffe in einer Flüssigkeit; in der Praxis meint das Wort meist die Spenglersan Kolloide, die auf die Haut aufgetragen werden.
Ein Kolloid ist eine Flüssigkeit, in der ein Stoff so fein verteilt ist, dass er sich nicht absetzt. In der Praxis meinen wir damit fast immer die Spenglersan Kolloide, Präparate aus abgetöteten Bakterien und ihren Bestandteilen in hoher Verdünnung.
Sie werden nicht geschluckt, sondern in die Ellenbeuge eingerieben. Es gibt mehrere Kolloide mit unterschiedlichen Kennbuchstaben; welches wir wählen, entscheidet der Befund. Die Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht belegt.
- Konstitution
Die angeborene Grundausstattung eines Menschen: wo er stark ist und wo er leicht aus dem Tritt kommt.
Konstitution meint die Verfassung, die jemand mitbringt: Bau, Gewebe, Reaktionsweise. Sie ändert sich im Leben kaum. Zwei Menschen mit demselben Infekt reagieren verschieden; die Konstitution erklärt einen Teil davon.
Wir lesen die Konstitution aus der Iris, aus der Physiognomik und aus der Anamnese. Sie hilft uns, Verfahren und Dosierungen zu wählen, die zu einem Menschen passen.
- Konzept
Der Behandlungsplan, den wir nach Anamnese und Befund mit Ihnen besprechen: Reihenfolge, Verfahren, Dauer, Kosten.
Das Konzept legt fest, womit wir anfangen und was später kommt. Wer erschöpft ist, braucht zuerst Kraft, bevor Ausleitung gelingen kann; also stehen aufbauende Verfahren vor entlastenden.
Sie erfahren vor Beginn, wie viele Termine wir ansetzen, wie lange sie dauern und was sie kosten. Das Konzept wird im Verlauf überprüft und, wenn nötig, geändert.
- Leitschiene
Das erste Verfahren, an dem wir uns im Konzept orientieren; alle anderen ordnen sich ihm zu.
Im Konzept gibt es meist ein Verfahren, das den Weg vorgibt. Das nennen wir die Leitschiene. Bei einem erschöpften Menschen kann das die Vitalfeldtherapie sein, bei chronischen Infekten die Mikroimmuntherapie, bei Schmerzen die Akupunktur.
Die übrigen Verfahren begleiten die Leitschiene. So bleibt ein Konzept übersichtlich, und Sie wissen, woran wir den Verlauf messen.
- Mentalfeld
Ein Begriff aus der Mentalfeldtherapie für die Ebene der Gedanken und Bilder, die über Klopfen an Akupunkturpunkten angesprochen wird.
Die Mentalfeldtherapie kombiniert das Beklopfen von Akupunkturpunkten mit dem Aussprechen belastender Gedanken oder Erinnerungen. Das Mentalfeld ist dabei die Ebene, auf der nach dieser Vorstellung Gedanken und Körper zusammenhängen.
Wir setzen das Verfahren als Begleitung ein, wenn Themen mitlaufen, die sich nicht körperlich fassen lassen. Es ersetzt keine Psychotherapie und ist wissenschaftlich nicht belegt.
- Meridiane
Die Leitbahnen der chinesischen Medizin, auf denen die Akupunkturpunkte liegen.
Meridiane sind die Leitbahnen, mit denen die traditionelle chinesische Medizin den Körper beschreibt. Auf ihnen liegen die Akupunkturpunkte. Zwölf Hauptmeridiane werden Organen zugeordnet, dazu kommen weitere Bahnen.
Anatomisch nachweisbar sind Meridiane nicht; sie sind ein Ordnungssystem, mit dem Punkte ausgewählt werden. Wir arbeiten damit in der Akupunktur und, in abgeleiteter Form, bei den Hautzonen.
- Mikroimmuntherapie
Ein Verfahren mit stark verdünnten Botenstoffen des Immunsystems, die in Kapseln unter der Zunge zergehen.
Die Mikroimmuntherapie verwendet Botenstoffe des Immunsystems, etwa Zytokine, in homöopathischer Verdünnung. Die Präparate werden als Kügelchen in Kapseln über Wochen nach einem festen Schema unter der Zunge eingenommen.
Sie wird bei uns dann angesetzt, wenn das Immunsystem nach Anamnese und Befund über- oder unterreagiert, zum Beispiel bei häufigen Infekten. Die Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht belegt.
- Moxibustion
Das Erwärmen von Akupunkturpunkten mit glimmendem Beifußkraut, ohne Nadel oder in Verbindung mit ihr.
Moxibustion, kurz Moxa, gehört zur chinesischen Medizin. Getrocknetes Beifußkraut wird als Kegel, Zigarre oder auf der Nadel zum Glimmen gebracht und erwärmt den Akupunkturpunkt. Die Haut wird nicht verbrannt; Sie spüren eine tiefe Wärme.
Wir setzen Moxa ein, wo Wärme gefragt ist, etwa bei Menschen, die schnell frieren. Es riecht dabei deutlich nach Kraut; wer das nicht mag, sagt es vorher.
- Naturell
Der Grundtypus eines Menschen nach der Naturelllehre: Bau, Haltung, Gesichtszüge und Temperament als Hinweis darauf, wie jemand mit Belastung umgeht.
Das Naturell ist ein Begriff aus der Psycho-Physiognomik nach der Naturelllehre. Aus Körperbau, Kopfform, Haltung und Gesichtszügen wird ein Grundtypus abgeleitet, der etwas darüber sagt, wie jemand Belastungen wahrnimmt und verarbeitet.
Wir nutzen das Naturell als Hilfe für das Gespräch, nicht als Diagnose. Es hilft, den Ton zu finden und Verfahren auszuwählen, die zu einem Menschen passen.
- Orthomolekular
Der gezielte Einsatz von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen in Mengen, die sich am gemessenen Bedarf orientieren.
Orthomolekulare Medizin arbeitet mit Stoffen, die im Körper ohnehin vorkommen: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Fettsäuren, Aminosäuren. Der Begriff stammt von Linus Pauling und heißt wörtlich „die richtigen Moleküle“.
Wir geben nicht nach Gefühl, sondern nach Laborwerten und Anamnese. Dosierungen und Dauer legen wir im Konzept fest und prüfen sie im Verlauf. Hohe Dosen ohne Kontrolle lehnen wir ab.
- Ozon
Ein aus Sauerstoff gewonnenes Gas, das in der Naturheilkunde etwa bei der Eigenblutbehandlung dem entnommenen Blut zugesetzt wird.
Ozon ist eine Form des Sauerstoffs mit drei Atomen. In der Naturheilkunde wird ein Ozon-Sauerstoff-Gemisch dem entnommenen Eigenblut zugesetzt, bevor es zurückgegeben wird, oder äußerlich angewendet.
Ozon darf nicht eingeatmet werden; die Anwendung erfolgt in geschlossenen Systemen. Die Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht belegt.
- Phytotherapie
Behandlung mit Pflanzen: Tees, Tinkturen, Extrakte und Fertigarzneien, dosiert nach Anamnese und Befund.
Phytotherapie ist die Behandlung mit Heilpflanzen, als Tee, Tinktur, Extrakt oder Fertigarzneimittel. Viele Pflanzenmittel sind gut untersucht, andere beruhen auf Überlieferung; wir sagen Ihnen, was wovon ist.
Pflanzen sind nicht harmlos, nur weil sie Pflanzen sind. Wechselwirkungen mit Medikamenten kommen vor. Deshalb gehört die Medikamentenliste zur Anamnese.
- PKV / GKV
Private Krankenversicherungen erstatten Heilpraktikerleistungen je nach Tarif; gesetzliche Kassen in der Regel nicht.
Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt Heilpraktikerleistungen in der Regel nicht. Einige Kassen bieten Zusatztarife, die einen Teil erstatten.
Private Krankenversicherungen (PKV) erstatten je nach Tarif ganz, teilweise oder gar nicht, meist nach GebüH-Sätzen. Prüfen Sie Ihren Tarif vor dem ersten Termin. Sie bekommen von uns eine Rechnung mit Ziffern, die Sie einreichen können; bezahlt wird bei uns.
- Procain
Ein örtliches Betäubungsmittel, das in der Neuraltherapie in kleinen Mengen an Nerven, Narben und Störfelder gespritzt wird.
Procain ist ein Lokalanästhetikum aus dem Jahr 1905, das in der Neuraltherapie verwendet wird. Es wird in geringer Konzentration an Haut, Narben, Nervenaustrittspunkte oder vermutete Störfelder gespritzt und ist nach kurzer Zeit abgebaut.
Vor der ersten Injektion fragen wir nach Allergien und Medikamenten. Wer Blutverdünner nimmt oder eine bekannte Unverträglichkeit hat, sagt es uns; dann wählen wir anders.
- Psycho-Physiognomik
Die Lehre nach der Naturelllehre, aus Gesicht, Kopfform und Haltung Rückschlüsse auf Naturell und Verfassung zu ziehen.
Die Psycho-Physiognomik liest aus Gesicht, Kopfform, Haltung und Ausdruck, welches Naturell jemand hat und wie er auf Belastungen reagiert. Die Lehre entstand um 1900.
Bei uns ist sie ein Hilfsmittel für das Gespräch und die Auswahl der Verfahren, keine Diagnose und kein Urteil über einen Menschen. Wissenschaftlich belegt ist sie nicht.
- Regulation
Die Fähigkeit des Organismus, sich nach einer Belastung wieder einzupendeln, zum Beispiel bei Temperatur, Schlaf oder Verdauung.
Mit Regulation meinen wir die Fähigkeit des Körpers, sich nach Belastungen wieder einzupendeln: Temperatur, Puls, Schlaf, Verdauung, Stimmung. Viele naturheilkundliche Verfahren setzen hier an; sie wollen nicht ein Symptom ausschalten, sondern den Regelkreis wieder in Bewegung bringen.
Ob eine Regulation gestört ist, zeigt sich oft in der Anamnese: wer nie friert und nie schwitzt, wer nach einem Infekt wochenlang nicht auf die Beine kommt. Das ist ein Hinweis, kein Urteil.
- Serie
Mehrere Behandlungen desselben Verfahrens in festem Abstand, etwa sechs bis zehn Akupunkturen im Wochenrhythmus.
Viele Verfahren wirken nicht mit einem Termin, sondern werden als Serie angesetzt: eine feste Zahl von Behandlungen in festem Abstand, zum Beispiel wöchentlich. Bei Akupunktur oder Eigenblut sind sechs bis zehn Termine üblich, bei Vitalfeldtherapie mehr.
Sie erfahren vor Beginn, wie lang die Serie ist und was sie insgesamt kostet. Nach der Hälfte prüfen wir gemeinsam, ob wir den Weg weitergehen.
- Spenglersan
Kolloide nach dem Arzt ein Schweizer Arzt, die in die Haut eingerieben werden; in der Praxis seit Jahren Teil der Immunbehandlung.
Die Spenglersan Kolloide gehen auf den Schweizer Arzt ein Schweizer Arzt zurück, der Anfang des 20. Jahrhunderts mit abgetöteten Bakterienbestandteilen arbeitete. Die Präparate werden nicht geschluckt, sondern in die Ellenbeuge eingerieben.
Es gibt mehrere Kolloide mit Kennbuchstaben; die Auswahl folgt dem Befund. Ein Kolloidtest auf der Haut kann bei der Auswahl helfen. Die Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht belegt.
- Störfeld
Ein Begriff der Neuraltherapie für eine Stelle im Körper, etwa eine Narbe oder ein Zahn, die nach dieser Vorstellung Beschwerden an anderer Stelle unterhalten kann.
Der Begriff stammt aus der Neuraltherapie. Ein Störfeld ist danach eine chronisch gereizte Stelle, zum Beispiel eine Narbe, eine Mandel oder ein Zahn, die Beschwerden an einem ganz anderen Ort unterhalten kann.
In der Praxis suchen wir Störfelder in der Anamnese und beim Abtasten. Behandelt wird mit Procain-Injektionen an die verdächtige Stelle. Das Störfeld-Konzept ist eine Erfahrungslehre; wissenschaftlich belegt ist es nicht.
- Verlaufskontrolle
Der Termin, an dem wir prüfen, ob das Konzept trägt: Gespräch, Befund, gegebenenfalls Messung, und dann die Entscheidung, wie es weitergeht.
Eine Behandlung ohne Kontrolle ist ein Blindflug. Deshalb setzen wir Termine an, an denen wir vergleichen: Wie ging es Ihnen vor vier Wochen, wie heute? Was zeigt der Befund, was die Messung?
Daraus folgt die Entscheidung: weiter so, anders, oder aufhören. Auch das Aufhören gehört dazu. Wer keine Veränderung sieht, soll das sagen; dann ändern wir das Konzept oder raten ab.
- Vitalfeld
Der Begriff der Vitalfeldtherapie für die elektromagnetischen Eigenschaften von Zellen und Geweben, die gemessen und mit Frequenzen behandelt werden sollen.
Die Vitalfeldtherapie arbeitet mit schwachen elektromagnetischen Frequenzen. Das Vitalfeld ist die Vorstellung, dass Zellen und Gewebe ein eigenes Feld haben, das sich messen und beeinflussen lässt. Gemessen wird mit Global Diagnostics, behandelt mit einem Gerät, an dem Sie ruhig liegen.
Eine Behandlung dauert etwa eine Stunde; Sie spüren dabei in der Regel nichts. Das Verfahren ist wissenschaftlich nicht belegt; wir setzen es nach unserer Erfahrung bei Erschöpfung als aufbauende Leitschiene ein.
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